Lernen: Programmierung einer Lernanwendung (1)

Ich habe die ersten Grundlagen für die bereits beschriebene Webanwendung mit HTML-Seiten und „mod_rewrite“-Unterstützung (zur Auswertung der Adresszeile) umgesetzt. Das Programm soll mir dabei helfen, meinen Lernprozess besser zu strukturieren, indem es mir einige Verwaltungsaufgaben abnimmt. So muss ich zum Beispiel nur noch einzelne Kurse in HTML gestalten und kann mich dann darauf verlassen, dass das System diese richtig anzeigt, sortiert und meinen Fortschritt in ihnen abspeichert.

Ich halte dieses System für sinnvoll, weil Lernprozesse sowohl Aufarbeitung als auch Reproduktion beinhalten. Dadurch dass ich die Kurse selbst gestalte, bin ich selbst dafür verantwortlich, das Wissen so vorzubereiten, wie ich es für wichtig erachte. Gleichzeitig erleichtert die Aufteilung auf Unterseiten eine Strukturierung des Lernprozesses, da das Wissen in konkreten Verständnisschritten erarbeitet wird.

Ein weiterer Vorteil eines solchen Systems ist die Erweiterbarkeit. Eine zufällige Seite aus den erstellten Kursen aufrufen und dann auf dieser den Kurs fertigstellen. Oder man könnte beispielsweise übergeordnete Kurse erstellen, die auf die Grundkurse zugreifen. So könnte man einen Kurs erstellen, der sich mit den Grundlagen der Biologie beschäftigt und Seiten aus anderen biologischen Kursen mitverwendet, aber dennoch einen numerischen Ablauf verfolgt, sodass man nicht das Gefühl hat, dass man sich in Unterseiten verliert.

Kuratorische Arbeit ist Bestandteil jedes Bildungsprozesses. Man muss für sich selbst kommentieren, warum die Prozesse, die man erlernt, so stattfinden, wie sie stattfinden. Nur dann kann ein erneutes Lernen sichergestellt werden. Ansonsten hat man möglicherweise das Problem, dass die gelernten Inhalte unverständlich sind, weil Teilprozesse nicht offensichtlich nachvollzogen werden können. Mein Programm versucht dem aus dem Weg zu gehen, indem Kurserstellung und -teilnahme von derselben Person durchgeführt wird.

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