Paris: Zehn Stunden

Es ist nicht schlimm, so lange unterwegs zu sein, mal davon abgesehen, dass der Körper seine Fähigkeit verliert, klar zu denken. Aber mal ehrlich: Zehn Stunden Auto zu fahren, haben nicht dazu geführt, dass ich schlechter gefahren wäre. Ausreichend Pausen haben dazu beigetragen, dass es mir gut ging.

Dennoch bleiben einem nicht viele Gesprächsthemen übrig, gerade auch, wenn die anderen im Auto größtenteils über schlafen. Also fängt man an, seine Umgebung intensiver wahrzunehmen. Man konzentriert sich auf die anderen Fahrzeuge, man verliert den größeren Weg aus den Augen und beginnt im Jetzt zu denken.

Die Musik hält den Moment fest und befreit ihn von seiner Monotonie. Es geht immer weiter, Kilometer für Kilometer, Stadt für Stadt, Autobahn für Autobahn. Dann hat man es aber geschafft und der Körper muss sich nun langsam wieder aus seiner Jetztorientierung befreien. Plötzlich muss man kein Auto mehr fahren. Ich muss nicht mehr auf den Verkehr achten und es entsteht nach dieser langen Zeit ein merkwürdiges Loch.

Ich bin froh, wieder zu Hause zu sein und vorerst über nichts mehr nachdenken zu müssen. Jetzt heißt es, sich auszuruhen und auf neue Abenteuer vorbereiten!

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