Paris: Tourist

Von Laden zu Laden zu laufen, ist für mich meistens eine große Anstrengung. Nicht zu wissen, für wie lange man sich irgendwo aufhält, ohne etwas zu tun zu haben, macht keinen Spaß. Und auch sonst lähmt mich meist das Überangebot an Entscheidungen, die ich nicht treffen möchte.

Aber heute war das anders. Ich hatte kein Problem damit, eine längere Zeit in einem Vintage-Laden einkaufen zu gehen, und das sogar nachdem wir herausgefunden haben, dass das Museum, in das wir gehen wollten, leider geschlossen hat. Manchmal mag ich es auch, Tourist zu sein. Wir kämpfen uns durch die Souvenir-Shops, probieren Sachen an und essen in den für mich angenehmsten Restaurants.

Unser nächster Anlaufpunkt war das Picasso-Museum, das mich zwar mitgerissen hat, weil ich mir gern Bilder und Skulpturen anschauen, aber mich nicht unbedingt wegen Picasso umgehauen hat. Ich würde ganz gern einfach die Zusammenhänge viel besser verstehen, anstatt nur ein weiteres Bild zu sehen, dessen Entstehungsprozess ich leider nicht nachvollziehen kann.

Auch der Platz, an dem die Bastille stand, war für mich jetzt nicht umwerfend. Eine einzelne Statue erinnert an das alte Gefängnis. Auf dem Rückweg sind wir allerdings noch einmal in die Madeleine, die mich von ihrer Architektur überzeugen konnte. Die Kirche hat große Einflüsse von griechischen Tempeln. Und das einmal direkt vor einem zu haben, ist wirklich beeindruckend.

Auf dem Weg zu la Fayette streifen wir die Oper, in dessen Inneren nach einer Legende immer noch ein Phantom leben soll. Doch leider haben wir nicht mehr genug Zeit, uns selbst auf die Suche zu begeben. Nach dem letzten Einkaufsbummel des Tages in Paris‘ größtem Einkaufszentrum, verlangen alle Muskeln nach Entspannung. Eine Metrofahrt später und die heimatliche Ruhe kann auch für diese Nacht einkehren.

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