Wochenrückblick 2016/46

Zusammenstellung der für mich wichtigsten Nachrichten, Erkenntnisse und kreativen Werke der vergangenen Woche.
  • Weltpolitik: Russland tritt aus dem internationalen Strafgerichtshof aus.
    • Die Gründe dafür sind unklar. Zwar ist die Kritik an der fehlenden internationalen Wirkung des Gerichtshofes berechtigt, aber genauso könnte auch der Konflikt zwischen Russland und Georgien aus dem Jahr 2008 mit hineinspielen.
    • Für mich ist die Schwächung des internationalen Gerichtshofes ein übles Zeichen. Der Gerichtshof wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet, um eine „Siegerjustiz“ zu verhindern, die etwas ungesetzlich macht, was im Land zur Zeit der Anwendung nicht verboten gewesen ist. Wenn der internationale Strafgerichtshof wegbricht, dann müsste erneut die Frage geklärt werden, wie mit solchen Situationen umgegangen wird.
  • Grundlagen: CRISPR/Cas9 wird in China erstmals an einem Menschen eingesetzt, um Krebs zu bekämpfen.

Wochenrückblick 2016/45

Zusammenstellung der für mich wichtigsten Nachrichten, Erkenntnisse und kreativen Werke der vergangenen Woche.
  • Weltpolitik: Trump gewinnt die Präsidentschaftswahl in den USA.
    • Klassische Medien scheinen immer mehr an Bedeutung zu verlieren, wenn wir bedenken, dass Trump in fast allen Medien als Verlierer und Außenseiter dargestellt wurde. Demzufolge könnte man davon ausgehen, dass es einen Aufschwung sozialer Medien und kleinerer Clickbait-Webseiten gibt.
    • Der Begriff der „postfaktischen Welt“ wird eingeführt und beschreibt eine Politik und ein Medienverhalten, das sich nicht mehr darum kümmert, ob Informationen Fakten (dokumentiertes Wissen) sind, bevor sie als solche verbreitet werden.
    • Es besteht die Möglichkeit, dass progressive Diskussionen dazu beigetragen haben, Menschen vermehrt auszuschließen, da die Meinungen von Mehrheiten heruntergespielt wurden. Ich denke dennoch, dass Political Correctness den richtigen Weg darstellt, da nur so sichergestellt wird, dass wir versuchen, allen zuzuhören und sie einzubinden.

Wochenrückblick 2016/44

Zusammenstellung der für mich wichtigsten Nachrichten, Erkenntnisse und kreativen Werke der vergangenen Woche.
  • Klimawandel: Die NASA hat eine Zeitraffer-Aufnahme zur Dicke des Nordpoleises veröffentlicht.
  • Kultur: Google und die GEMA einigen sich nach 8 Jahren auf die Lizenzierung von Musik auf YouTube, sodass es für deutsche Nutzer keine Sperrtafeln mehr für GEMA-Musik gibt.
    • Das bedeutet, dass Videos, die GEMA-geschützte Musik enthalten, für alle zugänglich werden.
    • Jedoch bedeutet das nicht, dass jeder jetzt Musikvideos hochladen kann, ohne dafür bestraft werden zu können. Ein Künstler kann die Benutzung der Musik immer noch untersagen.
  • Kultur: Adobe hat ein Programm entwickelt, das man lediglich mit den Audiodaten einer Person füttern muss, um dann beliebigen Text mit der Stimme der Person zu produzieren.
    • Dieses Programm ist gefährlich, weil es Tonmanipulationen so einfach macht, wie eine Bildbearbeitung in Photoshop. Natürlich sind die positiven Anwendungen nachvollziehbar und schlüssig. Aber aufgrund dieser Entwicklungen sollte man noch 
  • Nachhaltigkeit: Das Pacific Northwest National Laboratory hat eine Methode entwickelt, um Rohöl aus Abwasser herzustellen. Sie gehen davon aus, dass ein Mensch etwa pro Jahr genügend Abwasser für etwa 11 Liter Bio-Rohöl produzieren könnte.
    • Inwiefern dieser Prozess sinnvoll in das derzeitige Kläranlagensystem eingeflochten werden kann, ist für mich noch nicht nachvollziehbar.
    • Außerdem fehlt noch ein finanzieller Anreiz für ein solches System, da Rohöl durch die bestehenden System derzeit billig gefördert werden kann.
    • Ich bin sehr skeptisch, aber generell offen für solche Entwicklungen.

Wochenrückblick 2016/40

Zusammenstellung der für mich wichtigsten Nachrichten, Erkenntnisse und kreativen Werke der vergangenen Woche.
  • Weltpolitik: Die Bundeszentrale für politische Bildung gibt einen Überblick darüber, was denn eigentlich der Sinn von Freihandelsabkommen zwischen modernisierten Marktwirtschaften ist.
    • Die Zusammenfassung ist super, um in die Gedanken der Industrie einzutauchen und nachzuvollziehen, was denn eigentlich für Probleme mit TTIP oder CETA gelöst werden sollen; und warum das möglicherweise trotzdem keine guten Gründe für das Abkommen sind.
    • Darunter: „Sollte es gelingen, so die Hoffnungen der TTIP-Verhandler, solche Unterschiede zu vereinheitlichen oder festzustellen, dass ein EU-Produkt trotz unterschiedlicher Standards genauso sicher ist wie ein US-Produkt, wäre das gut für die Wirtschaft. Vor allem kleinere Firmen, so die Botschaft der Freihandelsexperten, könnten es sich dann eher leisten, auch für den anderen Markt zu produzieren. Das klingt sinnvoll. Und stellt keine Gefahr für die Demokratie dar.“
    • Dagegen: „Europäische Landwirte fürchten den Preisdruck von amerikanischen Massenbetrieben. US-Unternehmen wiederum profitieren davon, dass die USA sich vielen internationalen technischen Standards verweigert, da sie dadurch weniger Konkurrenz fürchten müssen. Während der Verhandlungen hat sich gezeigt, dass viele dieser Hürden zu hoch sind, als dass sie in einem Handelsabkommen beseitigt werden können.“

Wochenrückblick 2016/39

Zusammenstellung der für mich wichtigsten Nachrichten, Erkenntnisse und kreativen Werke der vergangenen Woche.
  • Sicherheit: From the Comments, on cyberattacks beschreibt die Befürchtungen, dass von Gegenständen, die mit dem Internet verbunden sind, immer die Gefahr ausgeht, dass sie zu schlechte Schutzmechanismen besitzen, um sie davor zu bewahren, übernommen zu werden und ihre Rechenleistung für Angriffe gegen die Infrastruktur von anderen Systemen, die an das Internet angeschlossen sind, zu benutzen.
    • Wenn ein Kühlschrank an das Internet angeschlossen ist, kann seine Rechenleistung benutzt werden, um Webseiten unbrauchbar zu machen.
  • Nachhaltigkeit: SpaceX versucht den Mars zu kolonialisieren und wenn alles gut geht, werden bereits 2025 die ersten Menschen den Planeten betreten.
    •  Ich bin optimistisch und sage, dass das nicht unwahrscheinlich ist, aber es wird nicht einfach, die politischen Fragen dahinter zu klären. Wer eine Marsbasis baut, erhebt territoriale Ansprüche. Generell sind die Anstrengungen aber zu begrüßen, da es sich um einen Anreiz handelt, bei dem sich die Weltgemeinschaft stärker aufeinander zubewegen muss.

Wochenrückblick 2016/37

Zusammenstellung der für mich wichtigsten Nachrichten, Erkenntnisse und kreativen Werke der vergangenen Woche.
  • Grundlagen: Ein Video der Harvard Medical School über die Adaption von Bakterien in einer Petri-Schale, die mit Antibiotika gefüllt wurde. Hier werden zwei grundsätzliche Konzepte noch einmal dargestellt: Die Existenz von Kleinstlebewesen und die Evolution durch Mutation.
    • Mutationen sind Fehlbesetzungen bestimmter Basenpaare in der DNA, ausgelöst durch Strahlung oder Kollisionen, sodass sich über Generationen, wenn sich die Veränderung nicht als tödlich herausgestellt hat, neue Lebewesen herausbilden.
  • Klimawandel: XKCD zeigt die Veränderungen der durchschnittlichen Erdtemperatur anhand neuster Forschungsergebnisse auf. Inklusive wahrscheinlicher Entwicklungen.
  • Zusatz: Video zum Zeichnen mit Deep-Learning;

Wochenrückblick 2016/32

Zusammenstellung der für mich wichtigsten Nachrichten, Erkenntnisse und kreativen Werke der vergangenen Woche.
  • Kultur: Hello Games‘ No Man’s Sky wird veröffentlicht. Das Spiel generiert alles prozedural, sodass es eine vollständige Galaxie (alle Sterne sind bereisbar) darstellen kann.
    • Zwar gibt es schon sehr viele Spiele, die prozedural generierte Welten nutzen, aber in diesem Spiel wird alles (alle Lebewesen, alle Objekte, alle Planeten, alle Ereignisse) prozedural generiert. Trotz negativer Kritiken eine beeindruckende technische Leistung für ein Computerspiel.
  • Ereignisse: Olympische Spiele vom 5. bis zum 21. August;
  • Zusatz: Die Beginner haben ein neues Video mit einem Querschnitt durch die aktuelle Hip-Hop- und Promi-Szene Deutschlands; Ungleichheit in Deutschland in einem FAQ zusammengefasst von der Hans-Böckler-Stiftung (Deutscher Gewerkschaftsbund), inklusive Vorschläge für Gegenmaßnahmen

Wochenrückblick 2016/31

Zusammenstellung der für mich wichtigsten Nachrichten, Erkenntnisse und kreativen Werke der vergangenen Woche.
  • Klimawandel: Die Hitzewellen auf der Welt halten weiterhin an. In den USA wurde für die nächsten drei Monate vorhergesagt, dass die Temperatur aller 50 Bundesstaaten über dem Durchschnitt liegen wird.
    • Der Klimawandel ist immer noch eine der größten Bedrohungen für unsere bisher aufgebaute Welt. Deshalb ist für mich eine Energiewende so wichtig, da diese versucht, genau solche Probleme anzugehen und deren Auswirkungen abzuschwächen.
  • Nachhaltigkeit: Israel hat Fortschritte in ihrer Frischwasseraufbereitung gemacht, sodass eines der trockensten Länder der Erde zum ersten Mal mehr Trinkwasser produziert, als es benötigt.
    • Vielleicht ermöglicht diese Technologie, dass wir in der Zukunft nicht um sauberes Wasser kämpfen müssen.
  • Grundlagen: Wissenschaftler konnten widerlegen, dass ein neues Elementarteilchen gefunden wurde. Im Dezember 2015 wurden Experimente durchgeführt, die eine solche Entdeckung wahrscheinlich gemacht haben. Diese Befunde konnten bei einem größeren Datensatz nun nicht bestätigt werden.
    • Für mich ist das eine solide wissenschaftliche Arbeit, die ich sehr respektiere. Wie schon im Artikel zitiert: „This is the success of science, this is what science does“.
    • Generell gilt damit weiterhin das Standardmodell der Teilchenphysik, das aus drei Kategorien (Quarks, Leptonen und Bosonen) sowie insgesamt 13 grundlegenden Teilchen besteht.
  • Ereignisse: Pro-Erdogan-Demonstration in Köln; Christopher-Street-Day in Hamburg
  • Zusatz: Kurze Aufarbeitung der aktuellen Lage zum Bundeswehreinsatz im Inneren; Spanien weist die Unabhängigkeitserklärung von Katalonien zurück; Teaser für Christopher Nolans neuen Film DunkirkAbzû, das neue Spiel des Journey-Grafik-Leiters, wurde veröffentlicht